Wenn viele Menschen nerven…

Einerseits gibt es Situationen, in denen man nicht wagt, zu sagen, dass man genervt ist. Und dann gibt es Situationen, da sagt man es mehrere Male vergebens, sei es, weil jemand ein Anliegen bewusst oder unbewusst nicht akzeptieren möchte oder es aus demenz-ähnlichen Gründen immer wieder vergisst.

Was macht man dann am besten? Wenn einen viele Menschen nerven, ist es nicht unbedingt einfach sich ein kompatibles Umfeld zu suchen. Man kann andererorts auch auf viele zwischenmenschliche und / oder innere Konflikte treffen oder bei Kompromissversuchen auf Granit stoßen, sei es, weil einer blockt oder kein Nenner zu finden ist. Auch muss man nicht immer zwingend eigene Konflikte in sich tragen. Ein paar wird es wohl geben, da wo Leid im Umlauf ist (System), das halt auch irgendwo immer mal wieder auf einen zurückfällt. Dadurch geraten Menschen in Konflikt, reiben sich an Verhaltensweisen / Eigenarten auf. Einer mit Langeweile kann jemand Hobbybegeisterten nerven und umgekehrt, auch können Hobbybegeisterte sich nerven, gleich ob gleiches oder unterschiedliches Hobby und zwei Langweilige finden sich gegenseitig langweilig. Manchmal sieht man etwas an jemanden was man entweder auch gern an sich sähe oder wirklich nicht. Oder man sieht sich ständig mit einem Helfersyndrom / Belehrungen oder einer persönlich reizlosen Form von Liebe konfrontiert. – Mit Dingen, die einen daran hindern, seinen Weg reibungslos durchzuziehen, insofern man nicht von Reibungslosigkeit genervt ist, falls das überhaupt möglich ist.

Selektives und Nichtselektives Auskommen

Vielleicht findet man nur selten mit Traummenschen zusammen, während es widerum Menschen gibt, die kaum bis gar nicht selektieren. Dabei kann ein Nichtselektierender genauso selbstbezogen sein, wie ein Selektierender und beide können stattdessen auch nächstenliebend sein; Beispiel: Jemand sucht Zwischenmenschlichkeit aus Langeweile, Geltungssucht oder Angst vorm Alleinsein. Oder aus Freude daran. Wahllosigkeit und Selektivität können Sozialkompetenz und Sozialinkompetenz gleichermaßen ausstrahlen. Kann ja möglich sein, dass es Menschen gibt, die bei vielen beliebt sind und mit vielen gut auskommen, wobei sie viel an sich arbeiten. Und vielleicht weiß ein anderer einfach um seine hier und da aneckenden Eigenarten und dass man sich damit wohlfühlt. Dann ist man ggf. sozialer, wenn man selektiv nach Mitmenschen Ausschau hält, als wenn man locker und luftig oftmals zwischenmenschliche Fegefeuer entzündet, bei denen alles, nur das Herz nicht brennt? Sozial ist man auch nur dann, wenn man sich selbst nicht ständig asozial behandelt. Deshalb wäre es ggf. widerum nicht gut, sich als lockerer und luftiger Mensch ständig zu zügeln.

Unerwünschte Aufdringlichkeit empfinden wir oftmals vor allem auf uns zuströmend. Dabei erzeugt alles irgendwo seine Reaktion, wir reagieren alle irgendwie zwischenmenschlich, mal bewusst, mal unbewusst und dann empfinden viele Menschen auch noch unterschiedlich. Daher gibt es auch bewusst und unbewusst nervende Menschen, auch wenn man sich nie sicher sein kann, ob sie nun mit Absicht nerven oder nicht. Was einem bleibt ist die Auseinandersetzung mit dieser Situation, – man versucht sich zu arrangieren, zu schlafen oder sein Umfeld zu wechseln. Manche versuchen auch jemanden zu verändern – sich Überlegenheit zu ermächtigen – anzumaßen.

Wie kommt es, dass einen viele Menschen an vielen Orten ständig nerven?

Ist man von vielen Menschen an vielen Orten ständig genervt und man selbst ist mit sich ziemlich im Reinen, dann kann es sein, dass man neuronal tatsächlich ausschlaggebend von den Menschen in seinen Umgebungen abweicht.

Wenn man die Menschen noch nicht so gut kennt und / oder ihnen noch nicht so häufig begegnet ist, kann es ansonsten auch gleichzeitig sein, dass man vielen Menschen in seinen Umgebungen noch nicht zum richtigen Zeitpunkt begegnet ist. Es gibt einerseits viele Menschen, die sich meistens oder generell verstellen. Dann können Menschen gerade in einer inkompatiblen Situation sein. – Sprich Mr. B wurd grad von einer Biene gestochen und guckt aggressiv, wobei er sonst total entspannt ist. Und dann gibt es Menschen, die haben Kapitel, die man bereits hinter sich hat, noch nicht derart gelebt oder, sind gerade von diesem kurzzeitig abgekommen aus Umständen oder Unsicherheiten.

Nimmt man das Verhalten ständiger Mitmenschen jedoch ständig als nervig auf bestimmter Ebene wahr, dann harmoniert etwas auf Langzeit nicht. Dabei weiß man wie gesagt nicht, wer nun mehr einen am Rad hat, denn niemand hat die Wahrheit des Universums für sich gepachtet. Es kann sein, dass mehrere Menschen sagen, dass sie diesen Menschen auf der Ebene ebenfalls so nervig finden oder mehrere Menschen scheinen einig zu sein dich auf einer Ebene nervig zu empfinden. Je mehr Toleranz (Duldung) ein Mensch gegenüber einer Situation mitbringt, desto kompromissbereiter ist er. Sieht ein Mensch sich für Kompromisse nicht in der Lage oder möchte keine Kompromisse, zieht sich dieser entweder zurück oder greift den Willen des anderen an, gleich ob vermeintlich liebevoll, vermeintlich gerechtfertigt oder bewusst egoistisch.

Was muss man sich gefallen lassen? – Nichts. Was will man?

Will man sich nicht zurückziehen und steht kompromisslos im Angriff, bleibt einem wohl nur die Frage, wieviel man von diesen Angriffen weiterhin ertragen will und kann. Sind andere Seiten an diesen Menschen schön oder braucht es die Akzeptanz dieser Menschen um in der Nähe von etwas schönem bleiben zu können, bei dem man bleiben möchte? Füllen einen diese Menschen / Tiere / Dinge ausgleichend auf oder würde man bald ziemlich brüchig? Will man noch etwas abwarten und weitersehen?

Möchte man nicht gehen und kann nicht bleiben, kann man noch versuchen, Kompromisse oder seinen Willen durchzusetzen, gleich wer das als gerecht empfindet und wer nicht. Möglich ist vieles, was sinnvoll und gerecht ist, Geschmackssache.

Einwand äußern

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Möchte man Einspruch in eine Situation erheben, können eine Reihe von Missverständnissen auftreten, aber auch können Menschen behaupten, misszuverstehen, weil sie nicht verstehen wollen. Man kann das nicht differenzieren, man kann in keinen Kopf hineinschauen. Es kann aber auch bewirken, dass sich eine Sache harmonisiert.

Möglichst klar aussprechen

Wenn Umschweife auf die unzähligen Interpretationsspielräume treffen, kann die Kommunikation erschwert sein oder vermeintlich geglückt. Wenn man direkt und ehrlich sagt, was man denkt, hat man wenigstens schonmal das Mögliche getan. Dabei darf man das Gesagte auch in Watte packen, wenn es dem Gegenüber zu hart kommt. Hilfreich sind Ich-Botschaften und den Hinweis / die Beachtung des Vier-Ohren-Modells beispielsweise (Bei dem sich leider auch nicht klarlegen lässt, ob ein Missverständnis initiert oder unerwünscht entstanden ist). Sprechen ist dabei wichtig. Chatten führt oft zu Missverständnissen, weil die Tonlage, Mimik und Gestik fehlt. Dabei kann man sich auch Videosprachnachichten zuschicken, wenn man z. B. schnell emotional wird und lieber Atempausen zwischendurch haben möchte.

Für den Fall, dass man sich nicht mit sich im Reinen fühlt

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Stellt man fest, dass man unzufrieden mit einer Situation ist und gleichzeitig keine Lust oder keinen Mut hat, sich mit der Situation auseinanderzusetzen, nervt man sich auch, weil man die Situation dann nicht verlässt, gleichgültig aus welchem Grund. Wie sehr man Mitursache trägt geht wieder auf die Universums-Existensfrage hinaus. Vielleicht sollte man sich am besten darauf konzentrieren, wie man sich und andere am besten freundvoll an den Nerven kitzeln kann.

Letztlich..

kann man sich auch trotz aller Sicherheit der aufrichtigen Selbstüberprüfung auch noch mal selbst in Frage stellen oder öfters mal und andere darf man genauso mal oder öfters in Frage stellen. Genauso gut wie man sich und andere auch einfach mal und öfters als okay betrachten kann. Die Frage ist, was persönlich und möglichst für alle Sinn ergibt und sich einrichten lässt. Ethik, Selbstsicherheit, Mut, Liebe, Angst usw. spielen dabei ihre Rollen.

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